SRH Kurpfalzkrankenhaus
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Für einen gesunden Urlaub: Tipps aus der Klinik-Apotheke

Zum Tag der Apotheke in Deutschland (7.6.): Welche Mittel zu Hause und in der Reiseapotheke nicht fehlen dürfen, erklärt Heike Heinstein, stellvertretende Leiterin der Zentralapotheke am Heidelberger SRH Kurpfalzkrankenhaus.

Kratzen im Hals aber gähnende Leere im Medikamentenschrank? Zum Glück gibt es die Apotheke. Sie hat die gesetzlich festgelegte Aufgabe, die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln sicherzustellen, vom Hustensaft bis zum Breitband-Antibiotikum. Der Verkauf von Medikamenten ist dabei nur ein Teil des vielfältigen Berufs. Darauf macht der Tag der Apotheke am 7. Juni aufmerksam. Apotheker:innen und ihr Team informieren und beraten, damit Menschen die passenden Medikamente sicher anwenden können, etwa, was in eine Hausapotheke gehört.

„Allgemein sind das ein Schmerzmittel, Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und etwas zum Lutschen oder Gurgeln bei Halsschmerzen, außerdem eine Salbe oder Creme gegen Juckreiz“, erklärt Heike Heinstein, stellvertretende Apothekenleiterin der Zentralapotheke am SRH Kurpfalzkrankenhaus in Heidelberg. Die Apotheke versorgt ganze 13 Kliniken im Umkreis mit rund 80.000 Patient:innen im Jahr. Sie hat 850 Produkte vorrätig sowie 1.450 verschiedene Wirkstoffe und Kombinationen.

„Einige Medizinprodukte sind ebenfalls für die Hausapotheke sinnvoll“, sagt Heike Heinstein. „Für Wunden ein Desinfektionsmittel, Pflaster, dazu eine Pinzette, um kleine Splitter oder Dornen aus der Haut zu entfernen. Außerdem eine Salbe oder ein Gel für Mücken- und Bienenstiche, eine Zeckenzange oder -karte und ein Fieberthermometer.“

Zur Urlaubszeit empfiehlt die Apothekerin zusätzlich Mittel gegen Reisebeschwerden wie Übelkeit, außerdem Sonnenschutz entsprechend Hauttyp und Reiseziel und ein kühlendes Gel gegen Sonnenbrand. Dazu sollte das Erste-Hilfe-Set mit in den Koffer. „Bei Bade- oder Tauchurlauben sind Ohrentropfen sinnvoll. Insektenschutzmittel sorgen für entspannte Touren, beim Urlaub in Malaria-, Gelbfieber- und Dengue-Fieber-Risikogebieten sollte man noch besondere insektenabweisende Mittel, sogenannte. Repellentien, zusätzlich zur Malaria-Prophylaxe und zum Moskitonetz mitnehmen.“

Beim Kauf von Arzneimitteln im Ausland rät Heike Heinstein zur Umsicht: „Kaufen Sie nur in zugelassenen Apotheken ein und lesen Sie die Hinweise auf dem Beipackzettel, denn auch namensähnliche Präparate können verschiedene Dosierungen und Wirkstoffe enthalten, zum Beispiel bei Schmerztabletten. Andere Länder bedeuten andere Gesetze und Richtlinien, daher kann es sein, dass Sie im Ausland das eine oder andere Medikament, welches in Deutschland verschreibungspflichtig ist, auch ohne Rezept kaufen können. Bitte auch hier Beipackzettel beachten. Allerdings kann es vorkommen, dass dieser nur in der Landessprache geschrieben ist.“