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Geschichte des SRH Kurpfalzkrankenhauses Heidelberg

Im Oktober des Jahres 1972 wurde das SRH Kurpfalzkrankenhaus Heidelberg zunächst unter dem Namen Rehabilitationsklinik Heidelberg eröffnet. Erster ärztlicher Leiter war Herr Prof. Dr. Klaus Schimpf. Zunächst wurden Patienten mit Querschnittslähmungen sowie allgemein-internistischen Erkrankungen behandelt und einer intensiven Rehabilitation unterzogen. Zusätzlich entstand ein Zentrum für die Diagnostik und Therapie von Patienten mit Blutgerinnungsstörungen, insbesondere der Bluterkrankheit (Hämophilie). Heute ist das SRH Kurpfalzkrankenhaus eines der größten Zentren zur Behandlung von Patienten mit Hämophilie in Deutschland. Mitte der 70er Jahre wurde eine Dialyse-Abteilung zunächst zur Behandlung von Umschülern des Berufsförderungswerkes eingerichtet. Die Klinik entwickelte sich rasch zu einem festen Bestandteil der Heidelberger Krankenhäuser für die allgemeininternistische Patientenversorgung weiter.

Unter dem Nachfolger Prof. Dr. Rainer Zimmermann wurden ab 1988 zunehmend Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des Magen-Darm-Systems sowie Dialyse-Patienten und Patienten nach Nierentransplantationen behandelt. Obwohl das Krankenhaus nach dem Namen des Trägers Stiftung Rehabilitation und später SRH-Gruppe benannt war, war es von Anfang an mit der Akutbehandlung von internistischen Patienten und Patienten mit Himdurchblutungsstörungen als Akutkrankenhaus tätig und entsprechend im Krankenhausplan von Baden-Württemberg vorgesehen. Folgerichtig nannte sich die Klinik dann im Jahre 1996 im Rahmen einer Strukturreform der SRH-Gruppe in SRH Kurpfalzkrankenhaus um. Gleichzeitig wurde mit der Renovierung des Krankenhauses begonnen, zunächst das Nebengebäude und anschließend das Haupthaus um jeweils ein Geschoss aufgestockt.

Bereits in seit Anfang der 80er Jahre entwickelte sich die Versorgung von Patienten in der frühen Phase nach Schlaganfall als besonderer Schwerpunkt des Krankenhauses. Im Jahr 1999 wurde eine eigenständige Abteilung Neurologie mit 40 Betten eingerichtet und Priv.-Doz. Dr. Ralph Winter zum Chefarzt berufen. Damit wurde nicht nur die Behandlung der Schlaganfall-Patienten interdisziplinär weiterentwickelt, sondern auch ein Schwerpunkt zur stationären Abklärung und Behandlung von Patienten mit akuten neurologischen Krankheitsbildern aufgebaut.

Im Oktober 2014 wurde mit dem Ruhestand von Priv.-Doz. Dr. Ralph Winter der Marburger Neurologe und Intensivmediziner Dr. Andreas Becker zum Chefarzt berufen. Unter seiner Leitung wurde eine Intensivstation mit 14 Betten, überwiegend mit Beatmungsmöglichkeit, eröffnet und so das Spektrum der Behandlung in der Neurologie  erheblich erweitert. Mit der Dialyse-Abteilung im Haus können nun auch beatmungspflichtige Patienten chronisch oder kontinuierlich dialysiert werden.

Im Jahre 2015 wurde unter der Leitung des Chefarztes der Neurologie das Rehabilitationsmanagement neu organisiert. Die internationale Klassifikation für Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) bildet den Rahmen für speziell entwickelte Werkzeuge der Kommunikation, Dokumentation, Administration und letztlich auch der Therapie. Nach mehr als einem Jahr der Entwicklung in einem engagierten Team konnten die ersten Patienten im Juli 2016 von diesem neuen Reha-Management profitieren.