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Informationen für unsere Ziele

Das strukturierte Aufnahmegespräch (StAGe)

Unsere Patienten in der Phase B sind zum Teil noch schwerstkrank, die Kommunikation ist aufgrund des gestörten Bewusstseins oder einer Störung der Sprache noch erheblich gestört. Somit kommt den Angehörigen eine bedeutende Rolle bei der Findung von Rehabilitationszielen zu. Das strukturierte Aufnahmegespräch (StAGe) hat in diesem Zusammenhang eine zentrale Bedeutung in unserem neuen Rehabilitationsmanagement. 

Die Entwicklung des StAGe

Für unser strukturierte Interview haben wir in einem Team aus Ärzten, Pflegenden und Therapeuten über 100 Gespräche mit den Angehörigen analysiert, Fragen erstellt und wieder umformuliert, Fragetechniken entwickelt und die Dokumentation angepasst. Das Resultat dieser fast einjährigen Analyse ist ein etwa 45-minütiges Interview mit den betreuenden Angehörigen.

Das Ziel des StAGe

Ziel dieses strukturierten Aufnahmegespräches ist es, die Lebenssituation unserer Patienten vor der akuten neurologischen Erkrankung kennenzulernen. Hier fragen wir nach der Schulbildung, den ausgeübten Beruf, das soziale Umfeld, das gesellschaftliche Engagement, die häusliche Umgebung oder nach Hobbies. Das familiäre Umfeld und die Bindung zum engsten oder erweiterten Familienkreis ist genauso bedeutsam für die Unterstützung der Rehabilitationsmaßnahmen wie das Vorhandensein von Einrichtungen ambulanter Therapien und ärztlicher Versorgung im Heimatort. Auch die Mobilität, Einrichtungen zur Versorgung des Lebensunterhaltes und soziale Einrichtungen im Umfeld unserer Patienten spielen bei der Planung der Rehabilitation eine wichtige Rolle. Innenarchitektonische Besonderheiten in der Wohnsituation ist für die zukünftige weitere Versorgung wichtig. Diese personenbezogenen Faktoren finden Einzug in die Zielplanung unserer Rehabilitation.

Ihr Termin für das StAGe

Etwa eine Woche nach Aufnahme werden wir persönlich oder telefonisch einen Termin mit Ihnen vereinbaren, an dem das StAGe stattfindet. An dem Gespräch sind die Ärzte. Pflegende, Therapeuten und der klinische Sozialdienst beteiligt. Sie haben so die Möglichkeit, alle an dem Rehabilitationsprozess beteiligten Personen kennenzulernen. Jede Berufsgruppe stellt sich mit seinen Leistungen vor.

Zum Zeitpunkt des StAGe haben wir bereits wertvolle Informationen über das Ausmaß der funktionellen neurologischen Störung, Gemeinsam mit den Angehörigen formulieren wir auf der Basis der gewonnenen Informationen die übergeordneten Ziele der Rehabilitation noch während des Aufnahmegespräches. Denn trotz gleicher funktioneller Beeinträchtigung sind die zu erreichenden Ziele bei jeden Patienten unterschiedlich.

Das Erkennen von Förderfaktoren und Barrieren beeinflusst unsere gemeinsamen therapeutischen Bemühungen. Diese individuelle Zielsetzung im Einklang mit den Angehörigen und den Patienten ist die Basis der Behandlung und letztlich unsere Therapieerfolges.