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Frührehabilitation am SRH Kurpfalzkrankenhaus Heidelberg

Mobilisation durch Innovation

Frührehabilitation bedeutet für das gesamte Rehabilitations-Team die individuelle Begleitung unserer Patienten und deren Angehörige auf den Weg zur Wiedererlangung der Teilhabe. Für uns steht nicht die Wiederherstellung der Funktion allein im Mittelpunkt der therapeutischen Bemühungen. Vielmehr verstehen wir unsere Patienten mit ihren gegenwärtigen Gesundheitsproblemen in einer Wechselwirkung zwischen gestörter Körperfunktion sowie der damit verbundenen Einschränkungen bestimmter Aktivitäten. Die Folge ist eine Beeinträchtigung der Teilhabe, die einen Patienten daran hindert, in eine Lebenssituation einbezogen zu sein.

Beeinflusst werden Aktivität und Teilhabe durch die bestehenden Umwelt- und persönlichen Faktoren.

Dieses komplexe Zusammenspiel von Gesundheitsproblem, Körperfunktion, Aktivität und Teilhabe (Partizipation) verbunden mit den Einflüssen aus der Umwelt und den personenbezogenen Faktoren wird als bio-psycho-soziales Modell bezeichnet.

Seit dem Jahr 2016 nutzen wir dieses Modell der ICF in unserem neuen Rehabilitationsmanagement. Die ICF ist die zweite große Klassifikation der Gesundheit, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verabschiedet wurde.

Die ICF

Dieses bio-psycho-soziales Modell ist grundsätzlich nichts Neues. Neu ist aber, dass dieses Modell in eine Klassifikation zusammengefasst wird, die Internationale Klassifikation der Funktionsstörung, Behinderung und Gesundheit (International Classification of Functioning, Disabilty and Health, kurz: ICF)

Unser erklärtes Ziel

Unser oberstes Ziel in der neurologischen Frührehabilitation am SRH Kurpfalzkrankenhaus ist die Wiedererlangung der Teilhabe im Sinne der ICF. Hierfür haben wir ein komplexes System entwickelt, welches die Angehörigen eng mit einbezieht. Die Schritte der neurologischen Frührehabilitation sind:

  • Untersuchung der Patienten mit Hilfe des im Hause entwickelten ICF ReCorDSet (Rehabilitations-Core-Data-Set) durch Ärzte, Pflege und Therapeuten sowie der klinischen Sozialarbeit
  • Definition des Programmzieles
  • Strukturiertes Aufnahmegespräch (StAGe) mit den betreuenden Angehörigen spätestens eine Woche nach Aufnahme
  • Definition des ersten Zyklusziels im gesamten Team
  • Definition der Interventionsziele auf der Grundlage des ersten Zyklus
  • Wöchentliche Evaluation der Interventionsziele und Ermittlung des GAS T-Scores
  • Formulierung nachfolgender Zyklus und Interventionsziele
  • Planung der Entlassung im Verlauf

Mehr möglich machen

Die SRH-Magainz perspektiven widmete unserem innovativen und zukunftsorientierten Konzept der Frührehabilitation einen eigenen Artikel, der Ihnen hier zum Download zur Verfügung steht