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Hämophiliezentrum und Gerinnungsambulanz am SRH Kurpfalzkrankenhaus Heidelberg

Funktionsstörungen der Thrombozyten

Blutplättchen spielen eine wichtige bei der Blutgerinnung. Nach einer Verletzung dichten sie die Wunde ab, indem sie sich an die verletzte Stelle heften und dort ein Gerinnsel bilden.
Es gibt verschiedene Formen von Plättchenfunktionsstörungen, z. B. die so genannten Speicherkrankheiten (storage pool disease), bei denen den Blutplättchen wesentliche Inhaltsstoffe zur Aktivierung der Blutgerinnung fehlen. Es gibt aber auch sehr seltene vererbte Gerinnungsstörungen wie die Thrombasthenie Glanzmann oder das Bernard-Soulier-Syndrom. Diese Störungen gehen ebenfalls mit einer verstärkten Blutungsneigung einher und können an unserem Zentrum diagnostiziert und behandelt werden.

Patientenempfang

Wenn die Gerinnung zur Gefahr wird

Aber die Blutblättchengerinsel können auch gefährlich werden. Dann müssen die  Blutblättchen (Thrombozyten) in ihrer Gerinnungsfunktion gehemmt werden – durch so genannte Thrombozytenaggregationshemmer. Das Medikament Aspirin kann beispielsweise die verstärkte Zusammenballung (Aggregation) der Blutblättchen mindern. Dies ist unter anderem notwendig bei Thrombosen in arteriellen Gefäßen (Schlagadern) sowie bei den Krankheitsbildern Schlaganfall und Herzinfarkt. Wir überprüfen in unserem Zentrum die korrekte Wirkung von Aspirin und anderen Medikamenten (z. B. Clopidogrelresistenz oder ASS-Resistenz).