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Hämophiliezentrum und Gerinnungsambulanz am SRH Kurpfalzkrankenhaus Heidelberg

Arterielle und venöse Thrombosen

Der thrombotische Verschluss eines Gefäßes oder eine Embolie (Wandern eines Thrombus) sind immer medizinische Notfallsituationen, die wir akut behandeln. Durch spezielle Untersuchungen können wir die Ursachen klären und auch bislang gesunde Personen mit erhöhtem Risiko identifizieren.

Mögliche Ursachen

Unter einer Thromboseneigung (Thrombophilie) versteht man das Auftreten von Thrombosen entweder ohne erkennbare Ursachen wie z. B. nach Operationen oder Bettlägerigkeit oder aber durch erblich bedingte Veränderungen von bestimmten Gerinnungsfaktoren. Beispiele für letzteres sind Veränderungen des Faktors II (Prothrombingenmutation) oder Faktors V (Faktor V Leiden-Mutation), die zu einer verstärkten Gerinnbarkeit des Blutes führen. Eine solche Thromboseneigung kann durch einen Bluttest diagnostiziert werden.

Darüber hinaus trägt ein zu hoher Spiegel von einzelnen oder mehreren Gerinnungsfaktoren zur Erhöhung des Thromboserisikos bei. Ebenso kann ein Mangel an so genannten   Gerinnungshemmern (Protein C, Protein S und Antithrombin) zu einer Thromboseneigung führen. Wir können alle diese Veränderungen bei Ihnen feststellen und Sie zu geeigneten Maßnahmen beraten.

Patienten, die schon Thrombosen oder Embolien hatten, beraten wir zur optimalen Therapie. Dabei klären wir unter anderem folgende Fragen: Wie lange sollten Sie  gerinnungshemmende Medikamente wie Marcumar einnehmen und wie verhindern Sie eine erneute Thrombose?